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Hier keimt es seit vierhundert Jahren

Bier sieden - und Fässer füllen - im 18. Jahrhundert

In Burgen und Schlössern, in Klöstern und Bauernhöfen ist schon vor vielen hundert Jahren Getreide gekeimt worden - um Malz zu gewinnen, zum Bier brauen.

Schloss Kremsegg bei Kremsmünster im Schlösserbuch des Hager von Allentsteig um das Jahr 1661

Von den Grünthalern, einem Adelsgeschlecht auf Schloss Kremsegg bei Kremsmünster, hat sich ein Haushaltungsbüchel erhalten, in dem gekeimtes oder "gschwöllts" Getreide empfohlen wird zum Füttern der Legehennen im Winter.

Mit gekeimtem Getreide gefüttert wurden aber auch Rinder und Schweine - vor allem in der vitaminarmen Zeit, im Winter. Keimgetreide half bei Problemen mit der Fruchtbarkeit.

 

Um die Mitte des 20. Jahrhunderts schienen die alten Erfahrungen nicht mehr zeitgemäß: Vitamine, Aminosäuren und Enzyme ließen sich immer öfter künstlich herstellen.

Keimender Mais nach ca. 96 Stunden

Heute wissen wir, dass die Natur mehr kann als jedes Chemielabor: Oft lässt erst die Kombination verschiedener Wirkstoffe ein Vitamin oder ein Enzym aktiv werden. Und die richtige Mischung davon finden wir in keimenden Samen.

Gut gekeimt heißt für uns, dass die Samen genau zum richtigen Zeitpunkt - nach etwa vier Tagen Keimung - und frisch verfüttert werden.

Gekeimt wird mit reinem Wasser, ohne jede Zusatzstoffe. 

 

Voraussetzung für gute Keimung sind Samen, die gut und gleichmäßig

keimfähig sind. Dafür braucht es viel Sorgfalt schon bei der Ernte und bei der Trocknung des Getreides oder der Hülsenfrüchte.

 

Zusätzliche Verantwortung für die Bauern - aber die lohnt sich.

 

Gut gekeimt für Hühner - ein Faltblatt mit den wichtigsten Informationen zur Geflügelfütterung finden sie hier.

 

Die Eiermacher arbeiten seit vielen Jahren intensiv mit Tierschutzorganisationen zusammen. Hier ein Interview das Marco Flammang vom Magazin Planet Vier Pfoten mit Manfred Söllradl geführt hat